Tag 4

Start ist 6:00Uhr in Kamenz, damit wir möglichst vor dem morgendlichen Berufsverkehr Dresden hinter uns lassen können.  Das schaffen wir leider nicht ganz, da vor dem Blauen Wunder schon eine Blechlavine auf uns wartet. Also stellen wir uns an, weil wir als erste Tagesaufgabe ein Foto von unserer Brückenquerung brauchen.

Weiter geht es über Altenberg, Reitzenhain und Bärenstein zum Fichtelberg. Ein Foto auf dem Gipfel haben wir gemacht, damit auch die nächste Aufgabe erfüllt ist.

 

Auf dem Weg ins Vogtland halten wir an einem Spezialitätenladen für selbstgemachten Schnaps und fragen einfach mal, ob der Verkäufer zwei Bergmänner kennt. Für eine Tour-Aufgabe brauchen wir ein Bild von 2 Bergmännern, die unseren Bus schieben. Und es passiert Unglaubliches: Er sagt, er zieht sich schnell mal seine Tracht an. Leider konnte auf die Schnelle kein zweiter Bergmann organisiert werden, da musste dann eine Schnapsflasche in Bergmannform herhalten. Aber: die Aufgabe ist erfüllt und uns bleibt das Erzgebirge in bester Erinnerung.

Im Vogtland erwartete uns dann noch ein weiterer Team-Treffpunkt mit weiteren Aufgaben: auf einem alten Armeegelände sollte mit Handgranaten-Attrappen Zielwurf gemacht werden und bei einer Fahrt querfeldein auf einem kleinen Panzerwagen durfte sowenig wie möglich Wasser aus einem Becher, den man dabei halten musste, verloren gehen. Da wir das erste (!) Team vor Ort waren, hatten wir wohl Anfänger-Bonus und haben reichlich Punkte gesammelt. Und wir hatten einen entscheidenden Zeitvorteil, der es uns erlaubt hat, nach diesem Treffpunkt weiter in Richtung der morgigen Tagestour voraus zu fahren.

 

Der Weg hat uns also noch bis Bischofsgrün geführt,  wo wir die Auffahrt zum dortigen Schneeberg (1051m) aber leider nicht finden konnten. Also sind wir mal ausnahmsweise zu Fuß los und waren dann auch nach 1,5 Stunden am Gipfel bei hervorragendem Aufstiegswetter: Dauernieselregen. Deshalb gabs in der Nebel-Regen-Suppe am Gipfel nur ein schnelles Foto  und dann gings zurück zum Bus. Und weil dann alles nass und kalt war, haben wir uns für diese Nacht eine Pension zum Wäsche trocknen gegönnt. Lecker Essen gabs und ein Supertauschgeschäft haben wir auch noch gemacht: den Bautzener Ketchup gegen eine Flasche Hauswein. Und als krönenden Abschluss gab es gerade noch die Nachricht von der Teamleitung, dass es als Aufgabennachweis ausreicht, wenn man den Fuß des Schneebergs erreicht hat. Da waren wir wohl zu schnell...

 

Tagesleistung: 375km gefahren, 9km gewandert