Tag 7

Die gestrige Tourparty war ein voller Erfolg: es gab leckeres bayrisches Essen, die Musik hat aufgespielt und zum späteren Abend tanzten unsere dänischen Tourteams Schuhplattler. Aber alles Corona konform und gegen 22:00Uhr kehrte auch ganz schnell Nachtruhe ein. Man ist halt schon etwas erschöpft...

 

Heute gegen 6:00Uhr fuhren dann die ersten Teams auch schon wieder vom Zeltplatz (der übrigens sehr toll mit Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau lag) wieder los.

Erstes Etappenziel heute war der Oberjochpass. Den haben wir dann erstmal falsch in Richtung Österreich befahren, aber dank einer netten Tankstellenverkäuferin doch noch gefunden. Über 106 Kurven ging es von dort talabwärts.

 

 

Weiter führte die Route über Oberstauffen und Scheidegg zum Bodensee, den wir aber auf Grund des heute sehr vollen Tagesplanes nur vom Auto aus genießen konnten. Als Zusatzaufgabe galt es dann auch noch, ein Foto vor dem Rheinfall in Schaffhausen zu machen. Und da das fast auf unserem Weg zum Schwarzwald lag, haben wir das auch noch mitgenommen. Ab da ging es auf kleinen und kleinsten Straßen weiter, ab jetzt aber in Richtung Norden.

 

Durch die Wutachschlucht sind wir zum Schluchsee gefahren. Dort wartete wieder eine besondere Tagesaufgabe auf uns; und diesmal gab es dazu ein geschichtliches "Mysterium":  Lange vor den Zeiten der Kartographierung war der Titisee größer als der Schluchsee. Deshalb sind die neidischen Schluchseeer des nachts mit Ochsenkarren losgezogen, um im Titisee ihre Fässer zu füllen und diese dann in ihrem Schluchsee zu leeren. Unsere Aufgabe war es deshalb jetzt, dies rückgängig zu machen und einen offenen Eimer mit 5 Litern Wasser vom Schluchsee zum Titisee zu bringen. Zum Glück hatte Sonja auf unserem Zwischenstopp in Wismar vor ein paar Tagen in unserem Roadbook geschmökert und uns darauf hingewiesen, dass wir noch einen Eimer brauchen werden (Danke Sonja!). Aus dem Grund fahren wir seitdem einen 10 Liter Maurertuppen durch ganz Deutschland. Aber jetzt kommt er zum Einsatz. Und bei der Fahrt zum Titisee über diverse Serpentinen hoch und runter ist diese Eimergröße von Vorteil. Wir kommen trocken an, müssen aber den Zugang zum See erst umständlich suchen. Auf einem Zeltplatz am Südufer kommen wir bis zum Wasser und werden unseren Ballast endlich los. Die Zeltplatzbetreiber freuen sich riesig über Besuch von der Ostsee: die Beiden kommen aus Güstrow.

Nach dieser erfolgreich absolvierten Aufgabe bleibt "nur noch" der Weg durch den Schwarzwald Richtung Karlsruhe. Es geht über die Katzensteig-, Obertal- und Landwasserstraße durch das wirklich sehr idyllische Oberprechtal. In Grund (so heißt der Ort wirklich) gelingt es Steffen dann, die Männer vom örtlichen Sägewerk davon zu überzeugen, unseren Bus auf 4 Holzstämme zu stellen (dies ist auch eine dieser sehr speziellen Spezialaufgaben aus unserem Roadbook). Als Dankeschön lassen wir ein paar Bockbiere für den Feierabend da. Wir müssen dann noch ein Beweisfoto vom Ortseingang Bad Rippoldsau-Schapbach machen und dann haben wir alle heutigen Aufgaben erfüllt. Um für morgen noch etwas Zeit herauszufahren, geht es dann auf der B462 an Baden-Baden vorbei nach Karlsruhe und noch weiter östlich über die Rheinbrücke bis Neuberg am Rhein, wo wir uns dank der Hilfe der Hagenbacher Jugendfeuerwehr im Gasthof "Zur Sonne" auf ein Bett freuen dürfen. Hier treffen wir dann auf das Team "Shrektour" und mit ihrem herrlich grünen alten T4-VW-Bus. Der Abend klingt mit gutem Essen und schönen Tourgeschichten aus.

 

Tagesleistung heute: 545km